
Anzahl der E-Busse in Deutschland steigt
Durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat sich die Zahl der Elektrobusse auf Deutschlands Straßen seit 2018 um das 15-fache erhöht. Diese Busse werden vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben und können über ihre gesamte Betriebsdauer hinweg nahezu eine Million Tonnen CO2 einsparen.
Weitere Vorteile sind, dass sich die elektrischen Busse leise und emissionsfrei durch den Stadtverkehr bewegen können. An den Haltestellen sind keine Abgase wahrzunehmen, stattdessen lediglich ein leises Summen. Elektrobusse übernehmen in Deutschland zunehmend den öffentlichen Personennahverkehr und transportieren dabei Fahrgäste sowie Gepäck umweltfreundlich von A nach B.
Förderung
Seit 2018 haben zunächst das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und später das BMWK die Einführung batterieelektrischer Stadtbusse in Deutschland gefördert. Im Rahmen von 50 Förderprojekten erhielten mehr als 65 Verkehrsunternehmen in 13 Bundesländern finanzielle Unterstützung. Verkehrsbetriebe, die mindestens fünf Elektrobusse mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien anschafften, konnten eine Förderung von bis zu 80 Prozent der Investitionskostendifferenz im Vergleich zu Dieselbussen erhalten.
Bis Ende 2023 wurden auf diese Weise 1.489 Elektrobusse sowie rund 1.000 Ladepunkte beschafft. Etwa zwei Drittel aller Elektrobusse in Deutschland sind auf dieses Förderprogramm zurückzuführen. Zusätzlich trug ein weiteres Förderprogramm des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) zur Verbreitung der Fahrzeuge bei. Durch die Förderung des BMWK hat sich die Zahl der batterieelektrischen Busse auf deutschen Straßen in den letzten Jahren um ein Vielfaches erhöht. Diese Ergebnisse wurden in der Ende Dezember 2024 vorgestellten „Begleitforschung zur Förderung von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr“ veröffentlicht.
Von deutschen Herstellern produziert
Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers hat diese staatliche Förderung einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung und Verfügbarkeit von E-Bussen geleistet. Als 2018 das Förderprogramm ins Leben gerufen wurde und es in Deutschland noch keine E-Busse in Serienproduktion gab, waren chinesische Hersteller die internationalen technologischen Vorreiter. Erst durch geplante Nachfrage auf dem heimischen Markt konnten europäische Hersteller eigene Modelle entwickeln. Heute kommen etwa 96 Prozent der geförderten E-Busse deutschen oder europäischen Herstellern, darunter fast 50 Prozent mit steigender Tendenz aus Deutschland.
Batteriegröße gewachsen
Dank neuer Batteriegrößen können Elektrobusse 2023 bereits große Tagesfahrleistungen von durchschnittlich 172 Kilometern erreichen. Zudem sparen sie über ihre Lebensdauer mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen eines Dieselbusses ein – ein Erfolg, der sich mit dem zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien weiter verstärken wird. Elektrobusse leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da sie bisher etwa 920.000 Tonnen CO2 über ihre gesamte Lebensdauer einsparen und gleichzeitig auch die Emissionen von Stickoxiden und Feinstaub in den Städten belegbar senken.
Die Fahrdaten der geförderten Busse zeigen, dass sie eine vollständige Alternative zu Dieselbussen darstellen. Im Vergleich dazu werden Wasserstoffbusse, trotz ihrer Marktreife, aufgrund höherer Betriebskosten nur eine begrenzte Rolle spielen. Daher planen viele Verkehrsbetriebe, künftig vor allem Elektrobusse in ihren Bestand zu integrieren.
Quellen:
https://www.bmwk-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2025/03/Meldung/news2.html
https://www.pwc.de/de/branchen-und-markte/oeffentlicher-sektor/foerderprogramm-des-bundes-beschleunigt-den-e-bus-markthochlauf.html
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