Nicht nur im Stromsektor, auch in den Bereichen Wärme, Kälte und Verkehr sollen fossile Energieträger nach und nach durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Dabei kann die sogenannte Sektorkopplung helfen.

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Damit die Energiewende auch auf lange Sicht ein Erfolg wird, müssen wir nicht nur den Stromsektor auf erneuerbare Energien umstellen, sondern auch im Wärme- und Verkehrsbereich stärker auf die Erneuerbaren setzen. Dies geschieht etwa durch den direkten Einsatz von erneuerbaren Energien – zum Beispiel um ein Haus mittels Solarthermie zu heizen. Zusätzlich hilft aber auch der Einsatz von Strom aus Erneuerbaren dabei, die Energiewende in den anderen Sektoren voranzubringen. Wenn man diesen sauberen Strom nutzt, um in anderen Sektoren den Einsatz von fossilen Energien zu reduzieren, spricht man von "Sektorkopplung".

Nachfolgend werden die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr näher beleuchtet:

Sektor Strom


Bei Strom aus Erneuerbaren sind die Fortschritte deutlich:

2010 deckten die erneuerbaren Energien noch 17 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland, heute sind es mehr als 33 Prozent, im Jahr 2025 sollen es bis zu 45 Prozent sein.

Sektor Wärme


Noch wird in Deutschland zu einem großen Teil mit fossilen Energieträgern wie Öl und Gas geheizt. Künftig werden die Erneuerbaren auch hier eine wichtigere Rolle spielen. Ein Schlagwort dafür lautet "Power-to-Heat". Auf Deutsch bedeutet das "Strom zu Wärme".

Power-to-Heat-Technologien halten für die Energiewende große Chancen parat. Statt fossiler Brennstoffe nutzen sie Strom, um Wärme zu gewinnen (ein Beispiel ist die Wärmepumpe). Und je mehr von diesem Strom aus erneuerbaren Quellen stammt, desto erfolgreicher trägt dieser Bereich dazu bei fossile Energieträger zu ersetzen und das Klima zu schützen. Dieser Effekt kann mit günstigen Wärmespeichern sogar noch verstärkt werden.

Sektor Verkehr


Der Sektor Verkehr ist der dritte große Verbrauchsbereich für Energie in Deutschland. Auch er lässt sich in vielen Bereichen elektrifizieren. Bei den meisten Zügen ist das bereits der Fall. Damit auch auf den Straßen immer mehr Elektrofahrzeuge rollen, wird die Ladeinfrastruktur zusehends ausgebaut. Für LKW wird auch die Nutzung von Oberleitungen auf der Autobahn erprobt.

Weitere nicht-fossile Antriebsmöglichkeiten können helfen umweltfreundlich mobil zu sein. Zum Beispiel können Pkws auch mit Wasserstoff fahren. Dieser lässt sich wiederum mit Hilfe der Elektrolyse herstellen. Auch dabei kommt erneuerbarer Strom zum Einsatz. Das Prinzip dahinter nennt sich "Power-to-Gas".

Das Umwelt Bundesamt veröffentlicht regelmäßig aktuelle und qualitätsgesicherte Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland.