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RED WoLF


RED WoLF (Akronym: Rethink Electricity Distribution Without Load Following - zu dt. Neudenken der Stromversorgung ohne Netzüberlastung) ist ein von der Europäischen Union durch das Programm Interreg Nordwesteuropa (NWE) gefördertes Projekt, das 14 Partnerinstitutionen aus dem Vereinigten Königreich (5), Frankreich (4), Irland (3), Belgien (1) und Deutschland (1) zusammenführt.

Universitäten, (soziale) Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen sowie andere Non-Profit-Organisationen aus Nordwesteuropa verfolgen gemeinsam das Ziel, Gebäudeemissionen zu reduzieren, die aktuell circa 300 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr verursachen.

Was wird das Pilotprojekt verfolgen?

Das RED WoLF Projekt wird den Einsatz von erneuerbaren Energie erhöhen und zugleich den Kohlenstoffausstoß bei Häusern mit Photovoltaikanlage (PV) und ohne Gasanschluss reduzieren. Dafür werden in sechs RED WoLF-Pilotregionen im Vereinigten Königreich, Irland und Frankreich insgesamt 100 Häuser mit hybriden Speichersystemen ausgestattet, die Batterien und Wärmespeicher miteinander verbinden. Die Wärmespeicher werden auf Bedarf Wärme zum Heizen zur Verfügung stellen und die Batterien werden Leistung aus den Photovoltaikanlagen speichern. Auf diese Weise kann auf CO2-arme Energie (erzeugt durch die PV-Anlage) zurückgegriffen werden, wenn die Nachfrage nach Strom gering ist und so fossile Energie aus dem Netz ersetzen. Denn durch eine neue "smarte" Steuerungstechnologie werden die hybriden Speichersysteme in der Lage sein mit dem Netzt zu kommunizieren, sodass das Ungleichgewicht von Stromerzeugung und Stromnachfragen beseitigt wird.

Woher stammt das Ungleichgewicht von Stromerzeugung und Stromnachfrage?

Einerseits liegen Zeiten vor, in denen eine bestimmte Mengen von verfügbarerer erneuerbarer Energie verschwendet wird, da sie zwar erzeugt wurde, allerdings nicht benutzt wird. Andererseits gibt es bestimmte Zeiten am Tag an denen die Nachfrage nach Strom besonders hoch ist - bspw. zwischen 6:00 Uhr und 9:00 Uhr morgens (wenn Menschen sich für den Tag fertig machen und frühstücken) und zwischen 16:00 Uhr und 20:00 Uhr abends (wenn diese zu Hause sind und das Abendessen vorbereiten).

Während dieser Zeit ist die Nachfrage zu hoch, um sie alleinig durch erneuerbare Energien zu bedienen. Daher werden ineffiziente, CO2-intensive "load-following" bzw. "Must-run und Spitzenkraftwerke" eingeschaltet, um dem Bedarf gerecht zu werden.

Was ist die Innovation?

Obwohl PV-Anlagen, Batterien und Wärmespeicher bereits existieren, wurden diese in Gebäuden bisher noch nicht systematisch miteinander kombiniert. Die Speicherung wird preisgünstiger, wenn Batterien mit günstigen Wärmespeichern kombiniert werden. Das wiederum wird Gebäude mit PV-Anlagen dazu befähigen, ihre lokal erzeugte Energie zu nutzen sowie Energie aus dem Stromnetz zu speichern, wenn dies nicht nachgefragt wird. Im Gebiet der Projektpartner wird ferner beabsichtigt Verhandlungen mit den Versorgungsunternehmen zu einem günstigeren Tarif für diesen Service zu führen. Ein Haussteuerungssystem (Smart Home Control System) trifft in Bezug auf die Speicherung automatisch die Entscheidung, indem es den lokalen Energieverbrauch, den Preis für Strom, die Wetteraussichten und die aktuelle CO2-Intensität des Netzes berücksichtigt.

Was wird erreicht?

Durch die sechs Pilotregionen im Vereinigten Königreich, Irland und Frankreich werden 100 Häuser ihren CO2-Ausstoß um 215 Tonnen pro Jahr reduzieren. Ferner wird das smarte hybride Speichersystem bis zum Projektende 2022 marktreif und für die Installationen in Häusern in Nordwesteuropa vorbereitet sein.

Wie ist die Projektlaufzeit?

Das Projekt wurde offiziell im Januar 2019 genehmigt und wird im Juli 2022 enden.

Wie stellt sich das Projektbudget zusammen?

Das Budget, das von Interreg North-West Europe (2014-2020) aus dem Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) erhalten wurde, beläuft sich auf 3,64 Millionen Euro.
Das Gesamtbudget beträgt 6,06 Millionen Euro.

Wer sind die Projektpartner?
Projektleitung:
  • Leeds Beckett University, UK

Projektpartner:


RED WoLF Projektpartner beim Interreg NWE Seminar für genehmigte Projekte in Lille, Frankreich im April 2019

Ansprechperson bei der ARGE SOLAR:
Laura Jörg
Tel.: 0049 (0) 681 99 88 4 - 302
joerg@argesolar-saar.de

Für aktuelle Informationen zum Projekt besuchen Sie bitte unsere Website, oder folgen uns auf Twitter (@REDWoLF_project).

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