Effizienzlabel ab 2016 auch für Alt-Heizungen

Die Bundesregierung will ab 2016 auch Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, mit einem Effizienzlabel versehen lassen. Zuerst auf freiwilliger Basis und ab 2017 verpflichtend vom Bezirksschornsteinfeger vergeben. Der entsprechende Entwurf zur Änderung des Energieverbrauchs-kennzeichnungsgesetzes wurde vom Bundeskabinett beschlossen.

Die Effizienzklassen dieses nationalen Labels sollen identisch mit den EU-weiten Effizienzklassen für neue Heizkessel sein. Im Gegensatz zu den neuen Heizungsanlagen wird hier jedoch nicht das gesamte Heizsystem, sondern nur die Effizienz des Kessels bewertet. Die Einordnung der Kesseltypen sollen durch eine Datenbank des Bundeswirtschaftsministerium zu Verfügung gestellt werden. Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger, Gebäudeenergieberater und alle Fachleute, die Energieausweise ausstellen dürfen, sollen ab Januar 2016 im Auftrag des Hausbesitzers das Label vergeben dürfen. Ab dem Jahr 2017 vergibt der zuständigeBezirksschornsteinfegermeister bei der regelmäßigen Feuerstättenschau den Aufkleber, dessenAnbringung auf der Vorderseite des Heizgerätes der Eigentümer zu dulden hat. Die Ausstellung des Pflicht-Labels soll für dieHausbesitzer kostenlos sein. Schornsteinfegern werden die Kosten vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erstattet. Betroffen sind kleine und mittlere Kesselgrößen bis 400 kW. Biomasseanlagen sind zunächst ausgenommen, weil für sie ein entsprechendes EU-Label für Neuanlagen noch aussteht.

Das Effizienzlabel und die Hinweise auf bestehenden Beratungs- und Förderprogrammen sollen daher dazu führen, die Kenntnisse der Verbraucher zum Zustand ihres Heizkessels zu verbessern und so die Motivation zum Austausch zu erhöhen. Das durchschnittliche Alter der Heizgeräte in Deutschland liegt bei 17,6 Jahren, mehr als ein Drittel (36 %) ist sogar älter als 20 Jahre. Über 70 Prozent der installierten Heizgeräte würden nur die Effizienzklasse C, D oder E erreichen. Hier liegt großes Potential für Effizienzsteigerungen. Dennoch werden derzeit lediglich rund 3 Prozent der Heizgeräte ausgetauscht. Bei einer gleichbleibenden jährlichen Austauschrate würde es also noch circa 25 Jahre dauern, bis der Heizungsbestand in Deutschland erneuert wäre. Erwartet wird damit, die Austauschrate bei Heizgeräten um circa 20 Prozent pro Jahr steigern zu können.

Nähere Informationen: BMWi



zurück
 

Aktuelles

12.04.2018
Am 1. März 2018 fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe für Mitglieder „ARGE SOLAR exklusiv“ ein Fachseminar zum Thema „Dezentrale Stromspeicher“ mit anschließendem Workshop statt.>>> mehr
12.04.2018
Erstes gemeinsames Projekt war 2013 der Anschluss der St. Ingberter Albertus-Magnus-Schulen ans Nahwärmenetz des Biomasseheizkraftwerks auf dem ehemaligen DNA-Gelände. Damit erhielten die Schulen eine moderne ökologische Wärmeversorgung, die sie unabhängig von Öl- und Gaspreisen macht.>>> mehr
12.04.2018
Die intelligente Steuerung von Beleuchtung liegt ganz vorne bei den Smart-Home-Anwendungen. Laut einer repräsentativen Verbraucherumfrage des ZVEI nutzt bereits jeder fünfte Deutsche zuhause vernetzte Funktionen. >>> mehr