Konsistente Strategie für Energiewende im Verkehr

Die Reduktion der CO2-Emissionen im Straßenverkehr geht nicht voran. Trotz Verbesserungen in der Energieeffizienz haben die Emissionen mittlerweile das Niveau von 1990 erreicht. Der Energieverbrauch steigt anstatt zu sinken. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch beträgt im Verkehr lediglich fünf Prozent. Der Absatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben – Hybrid, Elektro, Erdgas, Wasserstoff – machte im Jahr 2014 gerade einmal 1,7 Prozent der Neuzulassungen aus (Quelle dena).

„Die alternativen Antriebe müssen endlich raus aus der Nische“, sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführer. Sie seien die Windräder und Solaranlagen der Mobilität. Mit ihnen ist es möglich, erneuerbare Energien in den Motor zu bekommen, sei es in Form von Strom, synthetisch erzeugtem Methan oder Wasserstoff. Gegenwärtig aber wäre der ordnungsrechtliche und steuerpolitische Rahmen für den Verkehrsbereich noch längst nicht ausreichend auf die Zukunft ausgerichtet.

Perspektivisch würde an Anreizen für Verbraucher kein Weg vorbeiführen. Außerdem sollten Informationsdefizite abgebaut und innovative Akteure stärker unterstützt werden. Schon eine Absenkung der Dieselsteuervergünstigung um ein Cent pro Liter würde zu Einnahmen in Höhe von etwa 430 Millionen Euro im Jahr führen; die Anpassung der Benzinsteuer um ein Cent zu weiteren Einnahmen von rund 250 Millionen Euro. Bund, Länder und Kommunen können mit ihren öffentlichen Fahrzeugflotten eine wichtige Vorreiterrolle übernehmen, indem sie einen bestimmten Prozentsatz für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben festlegen. Damit könnte man nach Auffassung der Deutschen Energie-Agentur einiges für Energieeffizienz im Verkehr tun.

Die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung sehen bis 2020 eine sektorenübergreifende Senkung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 vor; bis 2050 um 80 Prozent. Bis 2020 soll der Endenergieverbrauch im Verkehr gegenüber 2005 um 10 Prozent sinken. Der Anteil des Verkehrs am gesamten Energieverbrauch in Deutschland liegt bei 28 Prozent. Die dena setzt sich mit ihren Projekten für energieeffiziente Mobilität ein und bringt Akteure aus Wirtschaft und Politik zusammen, zum Beispiel im Rahmen der Initiative Erdgasmobilität.

Weitere Informationen auf der Internetseite der dena

 



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