Neuerungen bei den KfW-Förderprogrammen für Bauen und Sanieren ab August 2015

Die KfW-Kreditbank hat neue Förderbedingungen bei ihren Programmen "Energieeffizient Bauen" und "Energieeffizient Sanieren" angekündigt. Die Änderungen sollen im Laufe dieses und des folgenden Jahres in Kraft treten.

 

Im Fokus stehen eine breitere Sanierungsförderung, neue Effizienzhaus-Standards für Neubauten und ein vereinfachter Einsatz von Energieberatern.

Mit den Anpassungen der erfolgreichen Programme für Bauen und Sanieren reagiert die KfW auf die aktuelle Marktlage und auf die im Rahmen der EnEV 2014 gestiegenen Ansprüche an energetische Maßnahmen. Die Neuerungen beim Programm "Energieeffizient Sanieren" gelten bereits ab dem 1. August 2015 und sollen noch mehr Eigentümern den Zugang zur KfW-Förderung ermöglichen. So werden künftig auch energieeffiziente Maßnahmen an neueren Wohngebäuden unterstützt, für die vor dem 01.02.2002 der Bauantrag gestellt bzw. die Bauanzeige erstattet wurde. Bislang mussten Gebäude rund sieben Jahre älter sein (Stichtag 01.01.1995), um von der Förderung zu profitieren.

Ferner wird der Förderhöchstbetrag für die Sanierung nach KfW-Effizienzhausstandard von 75.000 Euro auf 100.000 Euro je Wohneinheit erhöht. "Damit berücksichtigen wir aufwendige Vorhaben von privaten Eigentümern an Ein- und Zweifamilienhäusern, denen wir weiterhin eine hundertprozentige Förderung für ihre energetische Sanierung anbieten möchten", so die KfW gegenüber der Presse. Damit kommt die Bank auch dem Trend entgegen, dass die Zahl der geförderten Wohneinheiten pro Antrag in den letzten Jahren zurückging - was das Fachportal EnBauSa als Hinweis darauf deutet, "dass die Förderung stärker den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser erreicht hat".                                                                                                                        

Neue Effizienzhaus-Förderstufe und weitere Änderungen für Bauherren

Ab dem 1. Januar 2016 schreibt die EnEV 2014 einen um 25 Prozent niedrigeren Primärenergieverbrauch für Neubauten vor. Zwar behalten bestehende Gebäude ihren KfW-Effizienzhausstandard - doch werden neue Förderstufen eingeführt, um künftig auch anspruchsvollere Bauvorhaben unterstützen zu können.

Ab dem 01.04.2016 wird daher der Standard "KfW-Effizienzhaus 40 Plus" mit einem attraktiven Tilgungszuschuss angeboten. Damit wird "die Errichtung von besonders energieeffizienten Wohngebäuden gefördert, bei denen ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs am Gebäude erzeugt und gespeichert wird", erläutert die KfW. Beim "KfW-Effizienhaus 55" wird zudem das Nachweisverfahren vereinfacht. Im Gegenzug wird der derzeit niedrigste Förderstandard "KfW-Effizienzhaus 70" ersatzlos gestrichen. Bereits geplante Anträge können noch bis zum 31.03.2016 eingereicht werden.

Auch für Neubauvorhaben wird der Förderhöchstbetrag ab nächstem April erhöht - von derzeit 50.000 auf 100.000 Euro. Weitere Neuerungen betreffen unter anderem die Zinsbindung, die Schutzklausel beim Ersterwerb sowie die Förderung der energetischen Fachplanung und Baubegleitung. 

Quelle: KfW 



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