Förderung von Kollektoranlagen, Wärmepumpen und Pelletheizungen verbessert

Das neue Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energien im Wärmemarkt startet am 1. April mit deutlich besseren Förderkonditionen. Ziel ist es, den Zubau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt zu beschleunigen.

 

Das MAP fördert sowohl private, gewerbliche und kommunale Investitionen in Heizungsanlagen und größere Heizwerke, die erneuerbare Energien nutzen, sowie in entsprechende Wärmenetze. Es wird vorrangig die Errichtung von Anlagen im Gebäudebestand unterstützt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist jedoch auch eine Förderung im Neubau möglich.

Die wichtigsten Änderungen der Novelle im Überblick:

  • deutlich erhöhte Fördersätze bei fast allen Fördertatbeständen
  • die Antragsberechtigung wird auf alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ausgeweitet
  • Der Gebäudebestand wird neu definiert: Zum Gebäudebestand zählen Gebäude, in denen seit mindestens zwei Jahren ein Heizungssystem installiert ist, das ersetzt oder unterstützt werden soll.
  • Die Frist für die Antragstellung im einstufigen Verfahren wird von 6 auf 9 Monate erweitert.
  • Aufnahmen neuer innovativer Anwendungen
  • Erweiterung der förderbaren Prozesswärmeanwendungen

Solarthermische Anlagen

Neu aufgenommen wird wieder die Förderung von Solarthermie zur ausschließlichen Warmwasserbereitung. Für die gibt es mindestens 500 Euro Förderung. Die Basisförderung für Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung wurde auf 140 Euro je Quadratmeter und mindestens 2.000 Euro pro Anlage erhöht. Für große Solaranlagen ab 20 Quadratmeter erhält der Bauherr künftig 200 Euro je Quadratmeter und kann sich zwischen einer Förderung nach Kollektorfläche oder Ertrag entscheiden. Daneben werden verschiedene Boni bei Anlagen im Neubau und in Bestandsgebäuden angeboten.

Wärmepumpen

Wärmepumpen erhalten mehr Fördermittel für Erdwärmepumpen mit Erdsonden, es wird jedoch eine qualitätsgesicherte Bohrung und eine Versicherung gegen Bohrschäden verlangt. Dafür gibt es eine leistungsgestaffelte Förderung von mindestens 4.500 Euro, bei anderen Erd- und Wasserwärmepumpen in Höhe von 4.000 Euro. Für Luftwärmepumpen haben sich die Fördersätze nicht erhöht. Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch Wärmepumpen im Neubau gefördert (Innnovationsförderung). Voraussetzung ist eine verbesserte Systemeffizienz oder eine hohe Arbeitszahl der Anlage. Einen Bonus gibt es für Anlagen mit der Fähigkeit zum Lastmanagement (Voraussetzung: Smart-Grid-Ready-Siegel).

Biomasseheizungen

Für die Installation einer Pelletheizung mit Pufferspeicher kann man einen Zuschuss von mindestens 3.500 Euro erhalten. Die Förderung von Hackschnitzelanlagen und Scheitholzvergaserkesseln jeweils mit Pufferspeicher hat sich ebenfalls deutlich von pauschal 1.400 Euro auf 3.500 Euro beziehungsweise 2.000 Euro erhöht.
Im Rahmen der Innovationsförderung ist auch eine Förderung für Biomasseanlagen im Neubau vorgesehen. Wird eine Biomasseheizung zum Beispiel mit Brennwertnutzung errichtet, ist ein Zuschuss von bis zu 3.500 Euro möglich.

Detaillierte Förderinformationen erhalten Sie auf der Homepage der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle): http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/

(Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt - pixelio) 



zurück
 

Aktuelles

12.04.2018
Am 1. März 2018 fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe für Mitglieder „ARGE SOLAR exklusiv“ ein Fachseminar zum Thema „Dezentrale Stromspeicher“ mit anschließendem Workshop statt.>>> mehr
12.04.2018
Erstes gemeinsames Projekt war 2013 der Anschluss der St. Ingberter Albertus-Magnus-Schulen ans Nahwärmenetz des Biomasseheizkraftwerks auf dem ehemaligen DNA-Gelände. Damit erhielten die Schulen eine moderne ökologische Wärmeversorgung, die sie unabhängig von Öl- und Gaspreisen macht.>>> mehr
12.04.2018
Die intelligente Steuerung von Beleuchtung liegt ganz vorne bei den Smart-Home-Anwendungen. Laut einer repräsentativen Verbraucherumfrage des ZVEI nutzt bereits jeder fünfte Deutsche zuhause vernetzte Funktionen. >>> mehr