Förderung energieeffizienter Kälte- und Klimaanlagen

Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vermeldet, wurden in 2014 Investitionen in Klima- bzw. Kälteanlagen mit rund 31 Millionen Euro bezuschusst. Damit konnte das Vorjahresniveau von rund 24 Millionen Euro deutlich übertroffen werden.

Die Förderung hocheffizienter Komponenten und Systeme zur Deckung des Kältebedarfs in Supermärkten, Kühlhäusern, Bäckereien und Metzgereien erfolgte im Rahmen des seit 2009 bestehenden Förderprogramms „Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen in Unternehmen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Seit Beginn des Programms wurden bereits 983 Anlagen mit insgesamt rund 96 Millionen Euro gefördert und eine Minderung des Stromverbrauchs von 457 Millionen kWh/a erzielt.

Die geförderten Anlagen decken einen Teil des Kältebedarfs in Industrie- oder Dienstleistungsunternehmen und Gewerbebetrieben. Durch Maßnahmen bei der Sanierung von bestehenden und Investitionen in neue Kälte- und Klimaanlagen sowie nach entsprechenden Beratungsleistungen verbrauchen Unternehmen erheblich weniger Energie und haben dadurch geringere CO2-Emissionen. Interessierte Unternehmen können Informationen zum Förderprogramm und zur Antragsstellung in 2015 unter http://www.bafa.de/ abrufen.

Förderung von Sanierung, Investition und Beratung

Im Rahmen des Förderprogramms „Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen in Unternehmen“ fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Maßnahmen bei der Sanierung von bestehenden und Investitionen in neue Kälte- und Klimaanlagen sowie entsprechende Beratungsleistungen. Zusätzlich sind auch Maßnahmen zur Abwärmenutzung förderfähig.

Die Förderkonditionen für Investitionen in Kompressions-Kälteanlagen mit einer elektrischen Antriebsleistung von 5 kW bis 150 kW und in Kompressions-Klimaanlagen mit einer elektrischen Antriebsleistung von 10 kW und höchstens 150 kW sind wie folgt:

• 20 % der Nettoinvestitionskosten für Neuanlagen, maximal jedoch 100.000 €
• 25 % der Nettoinvestitionskosten für Investitionen in neue Kältemaschinen mit Sorbtionstechnologie. Der thermische Antrieb der Sorbtionsanlage muss aus einer vorhandenen Wärmequelle (z. B. BHKW) erfolgen.
• bis 20 % der förderfähigen Kosten für Maßnahmen an Bestandsanlagen, maximal jedoch 100.000 €

Es besteht die Möglichkeit, zusätzlich zur oben beschriebenen Basisförderung eine Bonusförderung für weitere Maßnahmen zu erhalten. Förderfähig sind hier Investitionen in Wärmepumpen mit 20 bis 25 Prozent der Nettoinvestitionskosten und Investitionen in Wärmeübertrager zur Abwärmenutzung mit 15 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Der maximale Förderbetrag im Rahmen der Bonusförderung beträgt 50.000 €.

Für Beratungsleistungen zur Ermittlung des energetischen Ist-Zustands der vorhandenen Kälteanlagen beträgt der Fördersatz 80 Prozent der in Rechnung gestellten Kosten, maximal jedoch 1.000 EUR.

Förderhöchstgrenze für alle beantragten Fördergegenstände: 100.000 €

Sachkundige für Klima- und Kälteanlagen

Der Antragsstellung muss eine Datenerhebung des Ist-Zustands und die Erarbeitung eines Sanierungs-Konzeptes vorausgehen. Die Förderrichtlinie schreibt dazu die Einbindung eines Sachkundigen für Klima- und Kälteanlagen in das Antragsverfahren vor. Als Sachkundiger kann sowohl ein entsprechend qualifizierter Mitarbeiter des Antragsstellers als auch ein externer Berater eingebunden werden. Eine Liste mit anerkannten Sachkundigen kann auf der Webseite des BAFA unter http://www.bafa.de/ eingesehen werden. Der Sachkundige übermittelt die im Rahmen des Antragsverfahrens erforderlichen technischen Daten an das BAFA.

Beim Sachkundigen für gewerbliche Kälte- und Klimaanlagen muss es sich um einen Meister, Techniker oder Ingenieur mit fundierten Kenntnissen des Kälteanlagenbauerhandwerks und mindestens dreijähriger einschlägiger Berufserfahrung handeln. In Einzelfällen ist auch die Anerkennung von Kälteanlagenbauergesellen möglich, sofern eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung im Bereich der Kältetechnik nachgewiesen wird.

Monitoring

Empfänger von Förderleistungen müssen dem BAFA  über einen Zeitraum von fünf Jahren nach Inbetriebnahme jährlich die Betriebsdaten (Stromverbrauch, Leistungsspitzen, nachgefüllte Kältemittelmengen) zur Verfügung stellen. Dazu wird mit Inbetriebnahme der geförderten Anlage ein Strommessgerät installiert, welches den Stromverbrauch der gesamten Anlage aufzeichnet. Die gewonnen Daten dienen dem Nachweis der erreichten Energieeffizienzsteigerung.

Ablauf des Antragsverfahrens

Anträge auf Förderung werden im elektronischen Antragsverfahren beim BAFA eingereicht. Die Antragsdokumente sowie alle weiteren Dokumente zum Förderprogramm finden Sie unter http://www.bafa.de/.

Quelle: dena

(Foto: Gabi Schoenemann - pixelio)



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