Enovos Deutschland SE prämiert ingenieurwissenschaftliche Masterarbeit zum Thema Energieeffizienz

Energie sparen wird zurzeit in allen politischen und gesellschaftlichen Foren thematisiert. Die EU 20-20-20-Ziele sowie diverse deutsche Energieverordnungen und -gesetze fordern, dass der Energieverbrauch gesenkt und gleichzeitig die Energieeffizienz gesteigert wird.

Bild:
von links nach rechts: Dr. Hans-Martin Huber-Ditzel, M. Sc. Christian Siegwart, Prof. Dr.-Ing. Georg Frey, Dipl.-Ing. Philipp Bauer
(Foto: Enovos)

Mit welchen Mitteln dies wirtschaftlich und ökologisch effizient an Universitäten umgesetzt werden kann, zeigt Christian Siegwart in seiner Masterarbeit am Lehrstuhl für Automatisierungstechnik der Universität des Saarlandes (UdS), die Ende letzten Jahres vom saarländischen Energieunternehmen Enovos Deutschland SE ausgezeichnet wurde.

Der mit 3.500 Euro dotierte Preis wurde ihm von Dr. Hans- Martin Huber-Ditzel, dem geschäftsführenden Direktor der Enovos Deutschland SE, persönlich überreicht. „Wir gratulieren Christian Siegwart ganz herzlich und freuen uns, ihm die Auszeichnung zu verleihen“, so Dr. Huber-Ditzel. „Die Förderung „Junger Talente“ gehört seit Jahren zur Unternehmensphilosophie der Enovos.“

„Modelica-basierte Implementierung und Simulation des Raum- und Nutzerverhaltens an Universitäten zur Prädiktion liegenschaftsweiter Energieeffizienzmaßnahmen“, lautet der Titel der Abschlussarbeit, die im Kontext eines am Lehrstuhls für Automatisierungstechnik laufenden und vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojektes mit dem Projekttitel EULE („Energiemustercampus Universität des Saarlandes: Liegenschaftsweite Energieverbrauchsoptimierung“) entstand. Die Energieverbrauchsoptimierung von Gebäuden bot auch den Rahmen der Masterarbeit von Christian Siegwart.

Die Abschlussarbeit des 27-Jährigen stellt dabei zunächst das große Energieeinsparpotential von Nichtwohngebäuden im Kontext des politischen Rahmens auf europäischer und deutscher Ebene dar. Auf dieser Basis identifizierte er jeweils drei typische Klassen von Gebäuden, Räumen und Nutzern, die repräsentativ für universitäre Liegenschaften sind. Für jene drei Klassen entwickelte er jeweils repräsentative Simulationsmodelle und führte mithilfe verschiedener Softwaretools Simulationen des Energieverbrauchs durch, um so eine energetische Beurteilung von Energiesparmaßnahmen zu erhalten.

Christian Siegwart zeigt dabei anhand von Berechnungen konkret auf, dass eine Veränderung der Bausubstanz zwar ein großes Energieeinsparpotenzial birgt, aber zugleich mit hohen Investitionskosten verbunden ist. Ein wesentlich effektiveres und in etwa gleich hohes Einsparpotential bietet der Raumnutzer, der durch ein geändertes Nutzerverhalten – das nur mit geringen Investitionskosten verbunden ist – erheblich zum Energiesparen beitragen kann. So errechnete der Preisträger mithilfe seiner Simulationen ein großes Einsparpotenzial durch die Änderung des Nutzerverhaltens.

„Die prämierte Masterarbeit liefert wissenschaftlich fundierte Ergebnisse und stellt anschaulich dar, welches Einsparpotenzial durch die Verbesserung des Nutzerverhaltens für den an Universitäten typischen Gebäudebestand und die dort üblichen Raumnutzungen besteht“, so Prof. Dr.-Ing. Georg Frey, Leiter des Lehrstuhls für Automatisierungstechnik. „Wir sind froh, Christian Siegwart nach seinem Abschluss als Mitarbeiter am Lehrstuhl gewonnen zu haben.“ Seine Arbeit dient dem Lehrstuhl für Automatisierungstechnik zudem als weiterer Ansatz, um im größeren Kontext die Möglichkeiten der energetischen Betriebsoptimierung in (universitären) Liegenschaften mittels Gebäudeautomation, wirtschaftlichen Anreizen und psychologischen Schulungen vorhersagen zu können.

Christian Siegwart (Jahrgang 1987) erhielt 2012 seinen Bachelorabschluss in Computer- und Kommunikationstechnik an der Universität des Saarlandes. Im September 2014 schloss er den anschließenden Masterstudiengang der Fachrichtungen Mechatronik und Informatik an der UdS mit überdurchschnittlichen Studienleistungen ab. Seit Herbst 2014 promoviert der Ingenieur am Lehrstuhl für Automatisierungstechnik bei Prof. Dr.-Ing. Georg Frey und beschäftigt sich im Zuge dessen weiterhin mit dem gesellschaftsrelevanten und forschungsträchtigen Thema der Energieeffizienz.

Quelle: enovos
 



zurück
 

Aktuelles

12.04.2018
Am 1. März 2018 fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe für Mitglieder „ARGE SOLAR exklusiv“ ein Fachseminar zum Thema „Dezentrale Stromspeicher“ mit anschließendem Workshop statt.>>> mehr
12.04.2018
Erstes gemeinsames Projekt war 2013 der Anschluss der St. Ingberter Albertus-Magnus-Schulen ans Nahwärmenetz des Biomasseheizkraftwerks auf dem ehemaligen DNA-Gelände. Damit erhielten die Schulen eine moderne ökologische Wärmeversorgung, die sie unabhängig von Öl- und Gaspreisen macht.>>> mehr
12.04.2018
Die intelligente Steuerung von Beleuchtung liegt ganz vorne bei den Smart-Home-Anwendungen. Laut einer repräsentativen Verbraucherumfrage des ZVEI nutzt bereits jeder fünfte Deutsche zuhause vernetzte Funktionen. >>> mehr