Mari:e bringt´s

Zehn kleine und mittlere saarländische Unternehmen haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, ihren Energieverbrauch innerhalb von drei Jahren um mindestens zehn Prozent zu senken und zugleich die CO2-Emissionen zu mindern.

 

Das Effizienz-Netzwerk trägt den Namen „Mari:e Mach´s richtig: Energieeffizient“.

Zum Hintergrund:

Mari:e ist ein Pilotprojekt in Anlehnung an das „KMU-Modell in der Schweiz“, das  seitens der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) seit 2005 entwickelt wurde. Dank dem Effizienz-Netzwerk Mari:e sollen die Unternehmen befähigt werden, die bestehenden Energieeffizienzpotenziale leichter zu realisieren. Ein zentraler Baustein des Konzeptes ist der permanente Erfahrungsaustausch zur effizienten Nutzung von Energie.

Eines der ersten Unternehmen, das sich dem Netzwerk anschloss, war Pallmann Mahlwerke. Das Gersheimer Unternehmen gehört zur Pallmann-Gruppe mit Stammsitz in Zweibrücken. Pallmann wurde 1903 als Maschinenfabrik gegründet und blickt als mittelständisches Familienunternehmen auf sieben Generationen von Müllern und Mühlenbauern zurück. Heute ist die Unternehmensgruppe Pallmann weltweit aktiv und spezialisiert auf das Gebiet der Zerkleinerungs- und Aufbereitungstechnik. Kunden der Pallmann Mahlwerke können im Lohnverfahren ihre Produkte aufbereiten lassen. Die Aufbereitung der Produkte ermöglicht den Kunden die Erprobung neuer Materialien in der Produktion und die Markteinführung neuer Erzeugnisse, ohne das hohe Anfangsrisiko der Investition in eigene Anlagen tragen zu müssen.

Im Rahmen dieser Leistungen bieten die Mahlwerke beispielsweise

 - die Vermahlung von Polymeren, Fasern, Chemikalien und Kosmetika,
 - die Zerkleinerung von Kunststoffteilen und
 - das Agglomerieren von Polymermaterial aus Flakes und Staub an.

Der jährliche Stromverbrauch der Mahlwerke beläuft sich in der Größenordnung von drei Gigawattstunden. Seit Beginn der Teilnahme des Marie-Netzwerkes haben die Pallmann Mahlwerke mehrere Projekte zur Effizienzsteigerung durchgeführt. Beispielhaft sei die Sanie-rung der Beleuchtung erwähnt. Mit dieser Sanierung konnte eine Effizienzsteigerung von 57 Prozent erzielt werden. Das bedeutet eine Reduktion bezogen auf den gesamt Stromver-brauch von 7,7 Prozent bei einem Return of Capital von 3,5 Jahren. Die im Rahmen des Netzwerkes aufgestellte Einkaufsrichtlinie bestimmt, dass bei Ersatz- oder Neubeschaffung nur noch Elektromotoren der Effizienzklasse 3 oder besser eingesetzt werden dürfen. Hiermit wird eine stetige Verbesserung, ohne zusätzlichen Kapitalaufwand, erzielt.

Das Energieaudit DIN EN 16247-1 ist eingeführt, weitere rentable Energieeffizienzmaßnah-men sind identifiziert und werden realisiert.

„Die Zusammenarbeit im Netzwerk Mari:e bringt dem Unternehmen große Vorteile. In der Diskussion mit  Partnerfirmen und der Netzwerksführung werden Potenziale und Lösungswege aufgezeigt welche, da im Betriebsalltag selbstverständlich, ansonsten wenig Beachtung finden. Hierdurch erschließen sich weitere Potenziale zur Energie- und damit Kosteneinsparung. Die Wettbewerbsfähigkeit wird gestärkt“, so Ulrich Schurr, Energiebeauftragter von Pallmann Mahlwerke.

Das Mari:e-Netzwerk Saarbrücken wird von der ARGE SOLAR begleitet. Die Projektleitung über alle fünf Regionen hat die Stiftung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz (STREKS), eine Ende 2009 von Prof. Dr.-Ing. Eberhard Jochem gegründete Stiftung in Karlsruhe.

Weiter Informationen zum Projekt Mari:e finden Sie unter http://www.marie.streks.org/
Informationen zu dem Mari:e-Netzwerk Saarbrücken erhalten Sie von:
Silvia Goergen, ARGE SOLAR e.V.
Tel. 0681 / 99 88 4 – 204
E-Mail goergen@argesolar-saar.de

(Foto: Pallmann) 



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