Anforderungen Energiemanagementsysteme bei Nicht-KMU

Ziel der EU-Energieeffizienzrichtlinie ist es, die Energieeffizienz bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu steigern.

Dazu werden von den Mitgliedsstaaten verschiedene Maßnahmen gefordert.

 

 

Spätestens bis zum 5. Dezember 2015 müssen alle Nicht-KMU Energieaudits nach EN 16247-1 durchgeführt oder ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt haben.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat daraufhin einen ersten Diskussionsentwurf zur Änderung des EDL-G (Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen) erstellt.

Energieaudits oder Energiemanagementsystem wird für alle Nicht-KMU Pflicht

Alle, sowohl produzierende wie auch nicht produzierende Unternehmen, wie beispielsweise Dienstleister, Handel, Versicherungen, Banken, Gesundheitswesen sind betroffen. Bis 5. Dezember 2015 müssen alle Nicht-KMU entweder
• Energieaudits nach EN 16247-1 durchführen. Die Audits müssen von qualifizierten Fachexperten abgenommen werden und alle vier Jahre wiederholt werden. Alternativ zur EN 16247 werden auch zertifizierte Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 oder Umweltmanagementsysteme nach EMAS anerkannt.

International agierende Unternehmen mit mehreren Standorten in verschiedenen Ländern der EU können in jedem EU Land ein der nationalen Gesetzgebung folgendes Audit nach EN 16247 absolvieren, voraussichtlich einfacher wird dagegen das Einrichten eines gemeinsamen Managementsystems nach ISO 50001, das in einer internationalen Matrix zertifiziert werden kann. Für diese Unternehmen ist solche ein EU-weites Matrixverfahren zur ISO 50001 wahrscheinlich die beste, kostengünstigste und effizienteste Lösung zur Erfüllung der Forderungen der EU-Richtlinie.

Weitere Ausführungsbestimmungen legt das Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) fest.



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