Quartierskonzepte zeigen Kommunen Einsparpotenziale auf

Die Erstellung mehrerer Klimaschutzkonzepte hat gezeigt, dass neben den Bereichen Industrie, kommunale Liegenschaften und Mobilität hauptsächlich der private Sektor eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Einsparziele der Bundesregierung spielt.

Um nun eine Aktivierung dieser Potentiale vornehmen zu können, kann eine interessierte Kommune sog. Quartierskonzepte erstellen lassen

Diese Quartierskonzepte zeigen speziell für Privatpersonen verständlich auf, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale innerhalb ihres Quartiers möglich sind und mit Hilfe welcher konkreten Maßnahmen, kurz-, mittel- und langfristig, CO2-Emissionen und dadurch auch Energiekosten reduziert werden können. Die Erarbeitung der Maßnahmen soll in direkter Zusammenarbeit bzw. Kommunikation mit den Bewohnern erfolgen, und führt dazu, dass die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt werden, da sowohl der wirtschaftliche als auch der klimaschutzrelevante Benefit klar aufgezeigt wird. 

Beantragen kann ein solches Konzept die interessierte Kommune für idealerweise Quartiere von 3 bis 5.000 Wohneinheiten. Die Bundesregierung fördert über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die förderfähigen Kosten zur Erstellung eines integrierten Konzeptes und zum anderen die Stelle eines Sanierungsmanagers, der das Konzept anschließend in die Tat umsetzt, mit einem Zuschuss von jeweils 65% (die max. Fördersumme für einen Sanierungsmanager ist auf 3 Jahre bzw. 150.000€ je Quartier begrenzt). Für finanzschwache Kommunen, die nach dem Länderrecht ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen haben und somit nicht über ausreichende Eigenmittel verfügen, kann der Eigenanteil auf 5% der förderfähigen Kosten durch Kombination mit Landesmitteln reduziert werden. 

(Bild: Joujou - pixelio)
 

 
Grafik: Begleitforschung Energetische Stadtsanierung (Urbanizers | plan zwei | KEEA | IdE)
http://www.energetische-stadtsanierung.info/  
 
 


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