Altersgerechter Wohnraum: KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen"

Die Deutschen werden immer älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei den Frauen bei 83 und bei den Männern bei 78 Jahren. Entsprechend muss der Wohnungsbestand angepasst und an vielen Stellen altersgerecht umgebaut werden.

Nach Angaben der KfW sind bis zu 2 Millionen Wohnungen heute nicht oder nur unzureichend barrierearm.

Es besteht ein hoher Investitionsbedarf: Die Prognos AG schätzt den Investitionsbedarf bis 2030 auf insgesamt bis zu 50 Mrd. EUR oder 3 Mrd. EUR jährlich – ausgehend von einem zusätzlichen altersgerechten Wohnungsbedarf von etwa 2,9 Millionen Wohneinheiten bis zum Jahr 2030.
Der hohe Investitionsbedarf resultiert aus der demografischen Entwicklung: Bundesweit wird die Anzahl der Senioren (Alter von 65 Jahren und älter) von 16,8 Mio. im Jahr 2010 um 33 Prozent auf rund 22,3 Mio. im Jahr 2030 steigen.

„Die Zahlen zeigen, dass der altersgerechte Umbau von Wohnraum an Bedeutung gewinnen wird. Für Teile der Wohnungswirtschaft und viele Hausbesitzer ist das eine finanzielle Herausforderung. Dort zu helfen, die Lebensqualität zu erhöhen, ist eine gemeinschaftliche Aufgabe“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Der Bund und die KfW leisten mit dem Programm ‚Altersgerecht Umbauen‘ ihren Beitrag dazu.

Das KfW-Programm ‚Altersgerecht Umbauen‘ ist ein wichtiger Impulsgeber für die altersgerechte Wohnraumgestaltung in Deutschland: Im Zeitraum 2009-13 wurden mit KfW- und Bundesmitteln rund 23.500 Förderkredite mit einem Volumen von rund 1,5 Mrd. EUR sowie rund 12.800 Zuschüsse über insgesamt 12,8 Mio. EUR vergeben. Damit konnten rund 121.000 Wohneinheiten altersgerecht umgebaut werden. Dies entspricht einem Anteil von rund 17 Prozent des derzeitigen altersgerechten Wohnungsbestands (Stand 2013: ca. 700.000).

Das Programm unterstützt sowohl Vermieter als auch selbstnutzende Wohnungseigentümer und Mieter aller Altersgruppen mit zinsgünstigen Krediten bei der altersgerechten Wohnraumgestaltung. Zu den unterstützten Umbaumaßnahmen zählen z.B. ebenerdige Zugänge, Aufzüge, breite und schwellenlose Türen sowie bodengleiche Duschen.

Fragen zu dem KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ beantwortet die Hotline der Saarländischen Investitionskreditbank – kurz SIKB – unter:

0180 5 73 03 30 oder per E-Mail wohnungsbau@sikb.de

(Quelle: KfW / Bild: Rainer Sturm - pixelio)



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