Erfolgreiches Landesförderprogramm "Klima Plus Saar" läuft in Kürze aus

 
Ein erfolgreiches Landesförderprogramm läuft in Kürze aus: "Klima Plus Saar" hat in fast 3.000 Fällen geholfen, Energie und Geld zu sparen. „Mission erfüllt“, sagt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Anträge für Klima Plus Saar können aus haushaltstechnischen Gründen nur noch bis 15. Juli 2014 gestellt werden. Die Bewilligungen sind abhängig von den noch verfügbaren Mitteln, die Förderbedingungen werden auf der Website „Energie“ des Wirtschaftsministeriums dargestellt.
 
Zum Hintergrund:
Das Landesförderprogramm „Klima Plus Saar“ - oder kurz KPS -  wurde 2011 mit dem Ziel eingeführt, in der Bevölkerung, bei Städten und Gemeinden sowie in der Wirtschaft für die energetische Sanierung zu motivieren. Andererseits ging es darum, durch höhere Energieeffizienz und den Einsatz regenerativer Energiequellen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
 
Gespeist wurde das Förderprogramm aus dem auslaufenden „Sondervermögen Zukunftsinitiative II“. Inzwischen wurden über KPS rund 9,5 Mio. Euro in öffentliche und private Projekte investiert, das Budget ist damit weitgehend erschöpft. Rehlinger: „Das Programm hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für einen cleveren Umgang mit Energie zu schärfen. Die Hotline unserer "Energieberatung Saar" berichtet, dass dies inzwischen auf breiter Ebene gelungen ist, sowohl in Privathaushalten als auch in öffentlichen Einrichtungen oder Unternehmen.“ Die von der ARGE SOLAR im Auftrag des Ministeriums betreute Energieberatung Saar werde ihren Service auch nach Abschluss des Programms KPS fortsetzen und auf analoge Fördermöglichkeiten bei den Energieversorgern und auf Bundesebene hinweisen. Insbesondere bei den kleinen und mittleren Unternehmen gebe es noch ungenutzte Spar- und Effizienzpotenziale: „Energetische Investitionen führen zu geringerem Energieverbrauch und damit auch ohne öffentliche Förderung oft schon nach kurzer Zeit zu Kostensenkungen.“ Das Saarland habe auf Grund der Schuldenbremse leider keine Möglichkeit, Mittel des Sondervermögens durch klassische Haushaltsmittel zu ersetzen.
 
Von KPS wurden ganz unterschiedliche Projekte unterstützt. „Besonders gut angenommen wurde das Programm zur Wärmedämmung mit über 1.900 Antragstellern“, berichtet Ministerin Rehlinger. Auch der im Herbst 2012 zusätzlich eingeführte Einbau von solarer Wärme habe zu mehr als 300 Anträgen geführt. Unter Klimagesichtspunkten besonders wichtig: „Mehr als 100 Nachtspeicherheizungen wurden durch effiziente Zentralheizungsanlagen ersetzt.“ Manche Privatinvestoren sahen in der Zuwendung einen zusätzlichen Anreiz, mehr zu investieren. Andere verstanden die Förderung im vierstelligen Bereich eher als Anerkennungsprämie für eine ökologisch richtige Entscheidung, weniger als Finanzierungsbeitrag.
 
Bei den Privaten habe KPS auch durch die Aufstockung der Bundesförderung für Mini-Blockheizkraftwerke Akzente gesetzt, 47 Anlagen seien im Saarland gefördert worden. Zum Zug kamen auch kleine Windkraftanlagen (52), die Außerbetriebnahme von Öleinzelöfen (39), Heizungsoptimierungen (209) sowie so genannte Kurzumtriebsflächen (6) zur Holzhackschnitzelproduktion.
 
Bürger-Energiegenossenschaften wurden beim Bau von Fotovoltaik-Anlagen, beim Aufbau von Nahwärmenetzen oder bei Demovorhaben unterstützt (insgesamt 124 Anträge). Städte und Gemeinden erhielten Unterstützung als Nullemissions-Kommunen (6) sowie für lokale Energiekonzepte (19) oder eine klimafreundliche, hocheffiziente Straßenbeleuchtung (74). Die Gesamtinvestitionen hätten die öffentliche Hilfe jeweils um ein Vielfaches überschritten, sagt die Ministerin: „Wir gehen im Bereich der Wärmedämmung vom Zehnfachen der Fördersumme aus. Davon haben sehr viele saarländische Handwerksbetriebe und Mittelständler profitiert.“
(Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes)



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