Im Zuschussprogramm "Altersgerecht Umbauen" KfW-Nr. 455 stehen in 2017 wieder Fördermittel zur Verfügung

Ab sofort können private Eigentümer wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bei der KfW beantragen. Im Jahr 2016 war die Nachfrage in der Zuschussförderung so groß, dass bereits im Juli 2016 die Haushaltsmittel von über 49 Mio. Euro aufgebraucht waren. Für 2017 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Fördermittel für Maßnahmen zur Barrierereduzierung auf 75 Mio. Euro und für Maßnahmen zum Einbruchschutz von 10 Mio. auf 50 Mio. Euro deutlich erhöht.

In der Zuschussvariante von „Altersgerecht Umbauen“ werden Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung mit 10 % der förderfähigen Investitionskosten gefördert, der Förderhöchstbetrag beträgt 5.000 Euro je Wohneinheit. Der Umbau zum „Standard Altersgerechtes Haus“ wird mit 12,5 % der förderfähigen Investitionskosten bezuschusst, maximal mit 6.250 Euro je Wohneinheit. Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz mit 10 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal mit 1.500 Euro je Wohneinheit. Werden Maßnahmen zur Barrierereduzierung und Einbruchschutz kombiniert, beträgt die maximale Förderbetrag 5.000 Euro je Wohneinheit. Die Bagatellgrenze liegt bei 200 Euro, d. h. die Investitionskosten müssen mindestens 2.000 Euro betragen, um einen Anspruch auf Förderung zu haben. Antragsberechtigt sind natürliche Personen als Eigentümer oder Ersterwerber von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften.

Anträge müssen vor Beginn der Maßnahme/n gestellt werden - als Beginn eines Vorhabens gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort. Planungs- und Beratungsleistungen sowie der Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen gelten nicht als Vorhabensbeginn. Eine Antragsstellung ist nur noch online über das KfW-Zuschussportal möglich. Über dieses Online-Portal erhält man von der KfW innerhalb von 1 bis 2 Tagen auch die Förderzusage.

Zu beachten ist, dass dieses Förderprogramm nicht mit der Kreditvariante von „Altersgerecht Umbauen“ (KfW-Nr. 159) kombinierbar ist, ebenso nicht mit einer Förderung für die entsprechenden Maßnahmen gemäß Altersvorsorge Verbesserungsgesetz (sog. Wohnriester), einer Förderung der sozialen Pflegeversicherung oder der privaten Pflege-Pflichtversicherung (inkl. der Beihilfe für Beamte).

Nähere Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie in unserem Förderratgeber „Sanierung Gebäudehülle“ oder direkt auf der KfW-Seite: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-Investitionszuschuss-(455)/

Auch zu weiteren Themen, wie z. B. Heizungssanierung, können wir Ihnen die entsprechenden Förderratgeber zur Verfügung stellen. Kommen Sie einfach auf uns zu.

(Bild: KfW)



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