

Brücke für erneuerbare Energie
Am 13. November hat die Arge Solar ihr zwanzigjähriges Bestehen gefeiert. Bei dem Festakt im Saarbrücker Schloss würdigte Ministerpräsident Peter Müller vor 140 Gästen die Leistungen des Vereins und betonte die Wichtigkeit der erneuerbaren Energien für das Saarland. Die neue Landesregierung wolle sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen. Bis 2020 sollen 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. „Pacta sunt servanda“ – so will Müller auch am beschlossenen Atomausstieg festhalten. Für den Vorsitzenden des Sachverständigenrats für Umweltfragen der Bundesregierung, Professor Martin Faulstich, eine bemerkenswerte Einstellung. Jahr für Jahr würden die Prognosen und Studien von der Wirklichkeit überholt. Der Temperaturanstieg auf der Erde schreite schneller voran als selbst kühnste Wissenschafter glaubten. „Wir müssen den Anstieg der Temperatur auf 2 Grad begrenzen“, fordert der Experte. Der Klimawandel sei nicht mehr rückgängig zu machen und nicht zu stoppen. „Wir können den Klimawandel nur noch lediglich begrenzen“, so Faulstich. Und im Hinblick auf die Atomkraft als Brückentechnologie meint er: „Wir bauen die Brücke schon mal weiter, wissen aber gar nicht, wo das andere Ufer ist.“ Eine Umstellung auf erneuerbare Energien sei ein Muss. Die Perspektiven einer nachhaltigen Energieversorgung können durchaus heißen, 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 – das ist keineswegs unrealistisch – das ist machbar. Es bedarf der gemeinschaftlichen Anstrengung der gesamten Gesellschaft.“
Insbesondere der Vortrag von Prof. Faulstich ist auf sehr großes Interesse gestossen, sodass wir Ihnen diesen Vortrag zum Nachlesen hier gerne nochmal anbieten.