

QuattroPole-Energietouren
100. Energietour am 10. Oktober in Trier zeigt Beispiele für innovatives Bauen und optimale Altbausanierung
Ein statisch selbsttragendes Haus aus Strohballen, Passivhäuser, Außendämmung mit Thermo-Hanf oder ein begrüntes Dach mit Solarkollektoren, Heizsysteme für Sonne und Holz oder Wandheizungen im Lehmbau sind nur einige der Themen, die bei der QuattroPole-Energietour am Samstag, 10. Oktober, in Trier auf dem Programm stehen. Von 10 bis 18 Uhr öffnen Experten des Städtenetzes QuattroPole die Türen zu innovativen privaten Wohngebäuden und ermöglichen praxisnahe Einblicke in die Themen Passivhausstandard und energieeffiziente Altbausanierung. Die kostenlose Tagesfahrt wird in Deutsch und Französisch durchgeführt. Eine verbindliche Anmeldung ist notwendig. Die ersten Interessenten haben bereits einen Platz reserviert bei Johannes Hill, Umweltberater im Rathaus Trier, (0651) 718-4444, E-Mail: umweltberatung@trier.de.
Ökologische Baustoffe für behagliches Wohnen
An mehreren Einfamilienhäusern entdecken die Teilnehmer bei der QuattroPole-Energietour, wie heute mit neuester energiesparender Technik und ökologischen Baustoffen behagliche und gesunde Häuser für die Zukunft gebaut oder renoviert werden können. Dazu führt die Trierer Energietour zu zwei Passivhäusern auf dem Petrisberg. Ein Blower-Door-Test wird zeigen, wie die Luftdichtigkeit eines Gebäudes überprüft wird, um so die Bauausführung frühzeitig zu kontrollieren und das Risiko späterer Bauschäden und unnötiger Energieverluste zu vermeiden. Auf dem Programm stehen außerdem Einsatzmöglichkeiten von gesunden, ökologischen Baumaterialien, etwa bei der Besichtigung des ersten statisch selbsttragenden Strohballenhauses in Deutschland. Außen und innen ist es mit Lehm verputzt und mit seinen dicken Strohballen-Wänden optimal isoliert. Fußbodenheizung und Komfortlüftungsanlage bieten höchsten Wohnkomfort.
Heizen mit Holz und Sonne
Einblicke in die energieeffiziente Sanierung älterer Häuser bietet ein Rundgang durch ein Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1969, das mit zentraler Pelletsheizung, Passivhausfenstern, einem geneigtem Grasdach, Lehmputz, Wärmedämmung, Lüftungsanlage, Außendämmung mit 30 cm Thermohanf (im Bau) und einer Wandheizung modernisiert wurde. Wie sich Sonnenenergie in der Wärmedämmung aktiv und passiv nutzen lässt, wird die Solarfassade eines Einfamilienhauses zeigen. Das 1950 gebaute Haus hat einen nachbarschaftlichen Wärmeverbund (zwei Häuser werden mit einem gemeinsamen Kessel beheizt) und einen Schweizer Jenni-Speicher in Kombination mit einem Scheitholzvergaserkessel.
Im QuattroPole-Städtenetz sind die Energietouren bereits seit fünf Jahren ein großer Erfolg. 2009 werden zum ersten Mal zwei Touren pro Stadt angeboten. Für Fragen und Auskünfte steht der Leiter der Arbeitsgruppe „Energie und Umwelt“ zur Verfügung: Johannes Hill, Umweltberater im Rathaus Trier, Telefon: 0651/718-4444, E-Mail: umweltberatung@trier.de.
Weitere Informationen: www.quattropole.org.