


Das Ministerium für Umwelt stellte heute gemeinsam mit der ARGE SOLAR e.V., seine Studie über das Flächenpotenzial für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen im Saarland vor. Um den Ausbau dieser Anlagen weiter voranzutreiben, waren im März 2008 alle Städte und Gemeinden angeschrieben und um Vorschläge für regional bedeutsame Fotovoltaikanlagenstandorte gebeten worden.
12 der gemeldeten Flächen wurden von Dr. Alexander Dörr im Rahmen der nun vorliegenden Studie detaillierter untersucht. Die Untersuchungsergebnisse sollen sowohl den Kommunen und Bürgern als auch den Unternehmen in der Fotovoltaikbranche die notwendigen Informationen an die Hand geben, um die Entscheidungen über die Errichtung einer Fotovoltaik-Freiflächenanlage auf objektiver und transparenter Grundlage zu treffen.
„Was die Errichtung von Fotovoltaikanlagen betrifft, spielt das Saarland bundesweit bereits in der ersten Liga“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. „Wir geben uns damit aber noch nicht zufrieden, sondern unterstützen die Akteure in diesem Bereich weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln. So war es für uns selbstverständlich, die nun vorliegende Studie in Auftrag zu geben. Ich hoffe, dass die saarländischen Städte und Gemeinden nach dem Vorbild der Studie nun eigenständig weitere Flächen identifizieren und detailliert untersuchen.“
Fast alle saarländischen Städte und Gemeinden haben potentielle Flächen für regional bedeutsame Fotovoltaikanlagenstandorte gemeldet. Von diesen sind, unter Beachtung landesplanerischer und naturschutzrechtlicher Belange, 40 Einzelflächen mit einer Gesamtfläche von 317,8 Hektar für die Errichtung von Fotovoltaikanlagen grundsätzlich interessant. 12 dieser Flächen (Bruttogesamtfläche: circa 120 ha), bei denen nur wenige Restriktionen bekannt sind, wurden im Rahmen der Studie detaillierter untersucht. Etwa 97 ha erwiesen sich als technisch für die Errichtung von Freiflächen-Fotovoltaikanlagen geeignet. Diese Fläche würde genügen, um Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 42 Megawatt zu installieren und jährlich bis zu 20.000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen.
Minister Mörsdorf: „Den genauen Zeitpunkt kann ich Ihnen heute natürlich noch nicht nennen, aber ich bin mir sicher, dass wir im Saarland schon bald eine installierte PV-Leistung von 100 Megawatt erreichen werden. Klar ist, dass dazu natürlich alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssen.“
Die derzeit im Saarland installierten Fotovoltaikanlagen haben eine Gesamtleistung von circa 60 Megawatt. Im Bezugsjahr 1999 waren erst etwa 2 Megawatt installiert. Die Leistung ist somit innerhalb von 10 Jahren um mehr als das Fünfundzwanzigfache angestiegen. Im Bundesvergleich nimmt das Saarland damit heute einen Spitzenplatz ein. Durch die Stromerzeugung der bisherigen Anlagen im Saarland werden jährlich mehr als 21.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.
Die Studie über das Flächenpotenzial für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen im Saarland ist auf der Internetseite des saarländischen Umweltministeriums unter dem Themenportal „Energie“ (www.saarland.de/energie.htm) eingestellt.