Zurück zur Startseite
 
 
Zurück zur Startseite
 

Photovoltaik - Strom von der Sonne

Die Solarstromerzeugung mit Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ist wohl eine der elegantesten Möglichkeiten erneuerbare Energien zu nutzen und auch eine der flexibelsten. Die Bandbreite reicht von wenigen Watt zur Versorgung von Kleingeräten wie Taschenrechnern bis zu Kraftwerken im Megawattbereich.

Für private Hausbesitzer wurde die Nutzung der Photovoltaik ab dem Inkrafttreten des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) im Jahre 2000 auch aus wirtschaftlichen Gründen interessant. Umweltfreundlich ist die Technik ohnehin.

Inselanlagen und PV-Anlagen mit Netzanschluss

Für den privaten Hausgebrauch kann man zwischen Inselanlagen und netzgekoppelten Anlagen unterscheiden.

Inselanlagen sind z. B. für die elektrische Versorgung von Ferienhäusern, Berghütten und technischen Anlagen geeignet, die weit vom öffentlichen Elektrizitätsnetz entfernt sind oder für die ein Netzanschluss aus anderen Gründen zu teuer wäre.

Seit dem EEG liegt jedoch das Hauptaugenmerk auf den netzgekoppelten Photovoltaik-Anlagen. Doch wie arbeitet eine solche Anlage, wie ist sie aufgebaut?

Photovoltaik-Anlage
Quelle: Corona Solar

Prinzip und Aufbau einer netzgekoppelten PV-Anlage

Herzstück jeder Photovoltaik-Anlage sind die Solarzellen aus denen die Module aufgebaut werden. Solarzellen bestehen heute noch hauptsächlich aus Silizium. Hierbei wird zwischen polykristallinen und monokristallinen Zellen unterschieden. Der Materialaufwand für beide Techniken ist relativ hoch, so dass intensiv an Zellen mit anderen Materialien und weniger Siliziumverbrauch geforscht wird. Hier spricht man von Dünnschicht- oder auch
amorphen Zellen.



Egal welche Art von Solarzellen genutzt wird: In ihnen wird die Solarstrahlung über einen physikalischen Effekt in Gleichstrom umgewandelt. Dabei ist zwar die direkte Solarstrahlung optimal, aber auch bei Bewölkung wird immer noch Strom erzeugt.

Der erzeugte Gleichstrom wird von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und ins öffentliche Elektrizitätsnetz eingespeist.

Das EEG regelt die Höhe der Vergütung und den Zeitraum in dem sie gezahlt wird. Da die Vergütung für den ins Netz eingespeisten Solarstrom deutlich höher ist, als der Preis für den Haushaltsstrom, wird i. d. R. der komplette Strom eingespeist. Den Haushaltsstrom bezieht man dann nach wie vor vom Energieversorger.

  Förderung Photovoltaik

Vergütung nach dem EEG/Wirtschaftlichkeit

Das Erneuerbare Energien Gesetz – oder auch kurz EEG - hat wesentlich zum Erfolg von Photovoltaik beigetragen. Der somit ausgelöste Nachfrageboom hat die deutsche Photovoltaikindustrie zu einer der weltweit erfolgreichsten gemacht und viele hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen.

Die wichtigste Rahmenbedingung des EEG ist der Anschluss- und Abnahmezwang: Netzbetreiber müssen den eingespeisten Strom in das Stromnetz aufnehmen. Der nächstgelegene Netzbetreiber ist verpflichtet, die im EEG festgelegte Vergütung für den vom Anlagenbetreiber eingespeisten Strom zu leisten. Dabei ist es nicht nötig, dass Netz- und Anlagenbetreiber einen Vertrag abschließen. Die Vergütung wird für einen Zeitraum von 20 Jahren (zuzüglich des Inbetriebnahmejahres) gewährt.

Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur!
Voraussetzung für die Zahlung der Einspeisevergütung durch den Netzbetreiber (örtlicher Energieversorger) ist seit dem Januar 2009 die Meldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur. Mit einem speziellen Formular sind Standort und Leistung der jeweiligen Anlage mit Datum der Inbetriebnahme anzuzeigen.

Selbstnutzung:
Mit dem EEG 2009 eröffnet sich für Neuanlagen die Möglichkeit, den Teil des erzeugten Photovoltaikstrom der zeitgleich im Hausstromnetz verbraucht wird, zu nutzen. Dieser Verbrauch wird durch einen speziellen Stromzähler gemessen und über ein gesondertes Abrechnungsverfahren vergütet. Diese zeitgleiche Nutzung des PV-erzeugten Stromes betrifft jedoch im privatem Hausbereich nur ca. 20 bis 30% des gesamten Jahresertrages der Photovoltaikanlage. Lassen Sie sich von unseren Fachleuten beraten!

Checkliste:

  • Möglichst verschattungsfreier Standort.
  • Dachausrichtung von Ost bis West möglich, 20° - 40° geneigtes Süddach ist optimal, auch andere Dachneigungen bis zu Fassaden und Flachdächern sind möglich.
  • Bei freistehenden Anlagen z. B. auf Flachdächern auf ausreichende Statik des Dachstuhles achten
  • Eine 1 kWp-PV-Anlage entspricht ca. 7,5 m² Modulfläche
  • Genügend Fläche (je größer die Fläche umso wirtschaftlicher kann die Anlage realisiert werden)
  • Eine gute Hinterlüftung der Solarmodule optimiert den Energieertrag der Anlage
  • Durchschnittliche Gesamtbruttokosten für eine PV-Anlage 3.700 € pro kWp
  • Lebensdauer von 25 Jahren und mehr

Für weitere Informationen zum Thema bieten wir Ihnen folgende für Sie kostenlose Möglichkeiten:

 

Aktuelles

11.07.2016
Der Bundesbericht Energieforschung liegt vor. Die Bundesregierung hat demnach im Jahr 2015 863 Millionen Euro für die Förderung zur Erforschung moderner Energietechnologien eingesetzt: 5,3 % mehr als im Jahr zuvor. 74 % der Mittel flossen in die Forschungsbereiche Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.>>> mehr
11.07.2016
Hohe Energiekosten schmälern den Gewinn vieler Einzelhändler. In kleineren Läden und Fachgeschäften der Lebensmittelbranche betragen die jährlichen Energiekosten durchschnittlich rund 74 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche, wie eine neue Studie des EHI Retail Institutes im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt. Bei größeren Filialisten und Lebensmittelketten schlagen die Ausgaben für Strom und Wärme dagegen im Schnitt nur mit etwa 57 Euro pro Quadratmeter und Jahr zu Buche. >>> mehr
11.07.2016
Ein neuer dena-Film informiert Bauherren, wie sie in der Energieeffizienz-Expertenliste schnell einen Fachmann in ihrer Nähe finden, der sie beim energiesparenden Bauen und Sanieren berät und dabei auch die passende Förderung im Blick hat.>>> mehr