Wer heutzutage baut, wird mit Begriffen wie „Energiespar-”, „Plusenergie-”oder „Solarhaus“ konfrontiert. Oftmals verbirgt sich jedoch hinter imposanten Begriffen, energetisch gesehen, nur Mittelmaß. Um Gebäude energetisch und ökologisch beurteilen zu können, gibt es klare Kriterien und Kenngrößen:
Energetisch gesehen ist das EnEV-Haus heutiger Standard (Energieeinsparverordnung). Für Bauherren, bei denen andere Kriterien der Planung im Vordergrund stehen, ist dieser Standard ausreichend, langfristig gesehen lohnt es sich jedoch meist, das Gebäude energetisch gesehen auf einen besseren Standard zu bringen.
Achten Sie auf richtiges Lüften und die Vermeidung von Wärmebrücken.
Dieser Energiestandard, der sich zwischen EnEV- und Passivhaus bewegt, ist für den Neubau uneingeschränkt empfehlenswert.
Die Bauweise lässt gewisse Freiheiten bezüglich der Gestaltung und Kubatur zu, erreicht aber trotzdem einen sehr geringen Energieverbrauch. Natürlich muss wie bei allen Standards ein richtiger Umgang mit dem Gebäude und seiner Anlagentechnik erfolgen. In jedem Fall sollte ein Energieberater oder entsprechend ausgebildeter Architekt den Bau von der Planung bis zur Ausführung begleiten.
| Heizwärmebedarf [kWh/m²a] | Förderung | durch | |
| Staatliche Mindestanforderung: Neubau nach EnEV |
70-90 | nein | - |
| KfW60-Haus | 40-50 | ja | KfW-Förderbank |
| KfW40-Haus | 25-30 | ja | KfW-Förderbank |
| Passivhaus | 15 | ja | KfW-Förderbank |
Tipp: Die Architekten und Ingenieure der ARGE „Solar” e. V. beraten Sie gerne!
Wirtschaftlichkeit
Die Investition in ein zukunftsfähiges Gebäude, wie z.B. ein Passivhaus, rechnet sich in der Summe der Kosten schon innerhalb von 15-20 Jahren, bei der jetzigen Energiepreis-Entwicklung sogar deutlich früher. Wichtig hierfür ist eine sorgfältige und konsequente Planung von Anfang an.
Luftdichtheit und Lüftung
Für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner und für den Erhalt der Bausubstanz muss gerade heute in relativ luftdichten Gebäuden ein ausreichender Luftwechsel gewährleistet sein. Auf eine angepasste Fensterlüftung muss geachtet werden. Eine Alternative stellt der Einbau einer mechanischen Lüftungsanlage dar, die entweder mit einem einfachen Abluftsystem oder sogar mit integrierter Wärmerückgewinnung den notwendigen Luftwechsel sicherstellt.
Finanzierung und Förderprogramme
Baustandards werden von der KfW-Bank gefördert bzw. direkt bezuschusst!
Allgemein: Wichtig bei der Entscheidung für einen energetischen Standard ist die Frage nach den persönlichen Wünschen und Anforderungen sowie eine Betrachtung der Gesamtkosten inklusive der Betriebskosten eines Gebäudes. Bezieht man die Betriebskosten für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom über die Nutzungsdauer mit in die Rechnung ein (gesamte monatliche Belastung), können sich die Mehrkosten für energiesparende Gebäude kurz- bis mittelfristig amortisieren.
Über das Finanzielle hinaus sind es aber vor allem weiteren Vorteile, wie
die energiesparendes und ökologisches Bauen für jeden Bauherren interessant und sinnvoll machen.