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Lüftungsanlagen

Mechanische Lüftung

Eine Alternative zur Fensterlüftung stellt der Einbau einer mechanischen Lüftungsanlage dar, die entweder mit einem einfachen Abluftsystem oder sogar mit integrierter Wärmerückgewinnung den notwendigen Luftwechsel sicherstellt.



Mechanische Abluftanlage

Mechanisches Abluftsystem

Aus Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit (Bad und Küche) wird die Luft mittels eines Ventilators durch ein Rohrnetz nach außen gesaugt. So entsteht in diesen Räumen ein Unterdruck. Über die Flure strömt aus den angrenzenden Wohnräumen (Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer) Luft nach. Dort sind mechanische Ventile in die Außenwände oder Fensterrahmen eingelassen, durch die bei Unterdruck die Frischluft einfließt.

  • sorgfältige Planung ist wichtig
  • das Rohrleitungsnetz sollte kurz und unverzweigt sein
  • Filter sind regelmäßig zu reinigen
  • der nachträgliche Einbau bei bestehenden Gebäuden ist möglich
  • Investitionskosten für ein Einfamilienhaus: ca. 2.500 - 4.000 €.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG)

Bei dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden die Lüfter in jedem Raum betrieben. Die Luft die durch den Lüfter, der in der Außenwand nach außen strömt erwärmt einen Wärmetauscher, der die Wärme wieder an die eingebrachte Frischluft abgibt.
Bei zentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ist jeder einzelne Raum über ein Rohrleitungssystem an das zentrale Lüftungsgerät angeschlossen. Ein Wärmetauscher entzieht der Abluft Wärme, mit der die Zuluft vorgewärmt wird. Dadurch werden die Lüftungswärmeverluste nochmals verringert.

  • Der nachträgliche Einbau in ein Gebäude ist bei einem dezentralen System oft einfacher als bei einer zentralen Anlage.
  • Der Planungs- und Installationsaufwand ist jedoch wesentlich höher als bei der Abluftanlage ohne WRG. Deshalb liegen die Kosten für ein Einfamilienhaus bei 5.000 bis 10.000 €
  • zu beachten ist dabei eine hohe Rückwärmezahl, also die Ausbeute der Wärmerückgewinnung (Anlagen mit 90 % erhältlich).

Vorteile einer kontrollierten Wohnungslüftung

  • Kontrolle und Verringerung der Lüftungswärmeverluste
  • Sicherstellung eines dauerhaften, hygienischen Luftwechsels
  • Vorbeugung und Vermeidung von Feuchte- und Schimmelschäden
  • Reduzierung von Schadstoffkonzentration und allergenen Stoffen in der Raumluft
  • Komfortables und bedienerfreundliches Lüften möglich
  • Fenster können geschlossen bleiben, müssen aber nicht (volle Flexibilität bliebt erhalten).
Aus diesen Gründen sollte in einem Neubau zumindest immer eine mechanische Abluftanlage eingebaut werden. Bei der Sanierung eines Altbaus sollten über einen Einbau nachgedacht oder die Lüftungsgewohnheiten entsprechend angepasst werden.

Aktuelles

03.01.2012
Mit drei EEG-Novellen hat die Bundesregierung die Photovoltaik-Vergütungssätze von in 2010, 2011 und 2012 erheblich reduziert. Während eine kleine Dachanlage Anfang 2008 46,75 Cent je Kilowattstunde vergütet bekam, liegt die Vergütung Anfang 2012 noch bei 24,43 ct/ kWh. Zum 1.1.2012 wurde die PV-Vergütung nochmals um 15 Prozent abgesenkt. Das EEG 2012 sieht zudem vor, dass auch zum 1.7.2012 ein weiterer Absenkungsschritt erfolgt – in Abhängigkeit des Zubaus vom Oktober 2011 bis April 2012. Nach derzeitigen Schätzungen wird hier noch mal mit einer Degression von 6 oder sogar 9 Prozent gerechnet. Aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung erwarten Marktforscher weiter fallende Anlagenpreise. Das schmälert die Gewinnspannen der Hersteller. Kleine Unternehmen leiden am stärksten unter den fallenden Anlagenpreise.>>> mehr
03.01.2012
Nach neuen Berechnungen der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz – kurz geea - hat der überwiegende Teil deutscher Altbauten eine schlechte Energiebilanz. Rund 70 Prozent der Gebäude, die vor 1979 gebaut wurden, haben überhaupt keine Dämmung. Bei 20 Prozent ist die Dämmung nur unzureichend. Nur etwa zehn Prozent der Altbauten in Deutschland sind nach aktuellen Anforderungen gedämmt. Ein ähnlich schlechtes Bild ergibt sich bei den Heizungsanlagen in deutschen Kellern. Von den 18 Millionen Heizungsanlagen im Bestand sind rund 13 Millionen veraltete Gas- und Ölkessel. Somit entsprechen 70 Prozent der Heizungsanlagen nicht dem Stand der Technik. >>> mehr
27.12.2011
Über den Beitrag des Gasnetzes zur Speicherung erneuerbarer Energien diskutierten Ende November Experten aus Unternehmen und Verbänden der Energiewirtschaft, aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Die Bundesnetzagentur und das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel luden zu dem Workshop „Power-to-Gas“ nach Berlin ein. Der Begriff Power-to-Gas steht für ein Konzept, bei dem überschüssiger Strom dazu verwendet wird, per Wasserelektrolyse Wasserstoff zu produzieren und bei Bedarf in einem zweiten Schritt unter Verwendung von Kohlendioxid (CO2) in synthetisches Methan umzuwandeln. Als Speicher für dieses Methan und bis zu einem gewissen Volumenanteil auch des elementaren Wasserstoffs könnte die bestehende Erdgasinfrastruktur, also das Gasnetz mit den angeschlossenen Untertagespeichern, verwendet werden. „Die Idee, Wasser mittels Elektrolyse in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten, ist nicht neu. Sie hat aber vor dem Hintergrund der Energiewende mit der Umstellung auf größtenteils fluktuierende erneuerbare Energien an Bedeutung gewonnen. Denn neben dem Netzausbau und einem intelligenten Last- und Erzeugungsmanagement wird erheblich mehr Speicherkapazität notwendig sein, um die Fluktuation von Sonneneinstrahlung und Wind bei der Stromerzeugung ausgleichen zu können. >>> mehr